ERZÄHLKAFFEE MIT ...
... Jean-Claude Cantieni
Thema: Ferdinand Parpan

Jean-Claude Cantieni möchte das Werk Ferdinand Parpans in den Kontext anderer Kunstformen stellen. Ferdinand Parpan. nannte seinen Stil ‚ Courbisme‘, in der Nähe kubistischen Gestaltens , d.h. Perspektiven  verflüchtigen sich. Richard Wagner schuf hierfür sein ‚Gesamtkunstwerk‘, darin Sehen, Hören, Fühlen … verschmelzen. Der seither aufgekommne Jazz gibt ein Solo jedem Instrument, auch wenn Struktur, Umriss der Komposition so leiden. Der solche Verlust der Perspektive mag man ‚décadent‘ nennen,  doch stellt sich, indem fixe Ideen von Perspektiven wegfallen,  
Chancen für Beweglichkeit der Linien, Courbismen’ seit den altgriechischen Tempelfluchten ein,  und solch’ gewonnene neue Offenheit mag für Parpan, der keine ’Schule’ durchlief, in den ’Salons des indépendents’ ausstellte, wichtig gewesen sein.  ‚Dekadenz‘ ist bei Parpan umzuwerten, indem er sich vom Zeitgeiste der Perspektivlosigkeit, der effektiven Dekadenz bei den Kubisten, abhebt, aufbricht, indem er einen immensen Bogen ins klassische Zeitalter der Tempelbauten schlägt. Ferdinand Parpan: Pontifex artis? 
11. Oktober 2020 um 16:00 Uhr
Eintritt Gratis 
Inklusive Kaffee, Gebäck und spannende Gespräche
Anmeldung erwünscht unter T. 081 385 21 59 oder mail@museumvaz-lenzerheide.ch.
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